Wenig Änderung des herrschenden Wettercharakters ist bis weit in die kommende Woche zu erwarten. Die früherbstlichen, trockenen und meist antizyklonal dominierten Spätherbsttage mit kühlem Morgentemperaturen, kurzen Morgennebel aber teilweise spätsommerlichen Tageshöchsttemperaturen (>20° C) setzen sich in den nächsten Tagen fort. Nur schwache Störungsausläufer mit wenigen Wolken werden kurzzeitig den Sonnenschein abschirmen.
Erst gegen Monatsende kündigt sich eine nachhaltige Umstellung der Großwetterlage zu einem herbstlich kühleren und wechselhaften Abschnitt an.
Hauptakteur diese Entwicklung ist der Tropensturm/Ex-Hurrikan „Karl“, der wie in meiner letzten synoptischen Analyse erläutert, in die atlantische Frontalzone Anfang kommender Woche eingebunden wird und der damit verbundene Höhenflug des Azorenhochs:
Die von „Karl“ mitgeführte tropische Warmluft verhilft dem Azorenhoch zu ungewöhnlich hohem Geopotential, das Mitte kommender Woche mit einem Keil bis ME reicht:
Im Verlauf der zweiten Wochenhälfte etabliert sich im Gradientenfeld zum tiefen LD über Skandinavien – etwas später, als in meiner letzten Analyse angedeutet – eine herbstlich kühle und wechselhafte NW-Lage: